Willkommen im unteren Preissegment – Sonia Rykiel für H&M
Wieder einmal entsteht eine Kooperation von H&M mit einem renommierten Modehaus. Dieses Mal trifft es Sonia Rykiel. Die Grande Dame des Strick kreiert also Erschwingliches für das Straßenvolk. Wahrscheinlich wird es wie jedes Mal einen Run auf sämtliche H&M Filialen geben und ahnungslose Mädchen, Fashionvictims und gelangweilte Shopper des unteren Preissegments werden sich die Designerteile gegenseitig aus den Händen reißen, mit Kleiderbügeln bewaffnet zur Kasse rennen und alles, was sie tragen können kaufen. Ob es ihnen passt oder nicht. In den vergangenen 5 Jahren haben sich große Häuser wie Lagerfeld, Victor&Rolf, Matthew Willamson, Chloé, Jimmy Choo für die Billigkette verkauft. Es folgten Investitionen und Bekanntheit bei der Zielgruppe im unteren Preissegment. Doch was die Kinder da bei H&M kaufen ist nicht etwa qualitativ hochwertige Ware eines internationalen Modehauses sondern H&M Qualität und billige Stoffe versehen mit dem Design und dem Namen der Großen. Die Produktionskosten bleiben auch für „Designerprodukte“ gleich. Das „teuere“ hingegen ist der Name. So können große Häuser auch im unteren Preissegment Geld machen, wo es für sie eigentlich nichts zu holen gibt. Ein Original werden diese Mädchen vielleicht nie in den Händen halten. Doch lohnt es sich auf jeden Fall auf einen Klassiker hinzusparen. Wer der Unterschied zwischen H&M Ware und einem Kaschmir Pullover ertasten konnte, weiß was richtig ist und lange hält. Kinder, wenn ihr das Geld, was ihr bei H&M in einem Jahr ausgebt einfach spart, könnt ihr Euch das erste richtige Designteil kaufen. Dieses wird auf jeden Fall länger halten und besser sitzen.


